Technische Daten
Projektbeschreibung
Mit dem Bau von zwei zusätzlichen Gleisen nördlich des Mains zwischen Frankfurt und Hanau baut die Deutsche Bahn mit der Nordmainischen S-Bahn den Nahverkehr in der Rhein‑Main‑Region weiter aus. Künftig verbindet eine neue S‑Bahn‑Linie den Frankfurter Osten mit Maintal und Hanau. Wir realisieren den Planfeststellungsabschnitt VP1. Dazu gehören der Tunnel mit zwei eingleisigen Röhren in Richtung Frankfurt Ost, ein Notausstieg, das östliche Tunnelportal als Trogbauwerk in offener Bauweise sowie die neue Station Frankfurt am Main (Ost). Zusätzlich bauen wir diverse kleine Schächte zur bauzeitlichen Sicherung der Bestandsbebauung sowie Hindernisbeseitigung entlang der geplanten Tunneltrasse.
Bauweise
Tunnelbau Tunnelportal Ost
- Führung der S-Bahn-Strecke parallel zur Ostparkstraße vor Einfahrt in den Tunnel
- Ausführung als Trogbauwerk und Tunnel in offener Bauweise
- Absenkung der Strecke über ca. 100 Meter bis zur Tunneltiefe
- Übergang vom offenen Bauwerk zum Tunneleingang
Maschineller Tunnelbau
- Tunnelverlauf von der Bahnanlage an der Ostparkstraße bis zur Konstablerwache
- Bau von zwei eingleisigen Tunnelröhren mit einer Länge von insgesamt ca. 1,1 km
- Anschluss an bereits in den 1980er Jahren errichtete Tunnelstümpfe des City Tunnels
TBM Vortriebe
- Einsatz von 2 × 2 TBM Vortrieben
- Tunnel Ost: ca. 290 Meter
- Tunnel West: ca. 810 Meter
- zusätzlicher Durchzug durch die Stationsbaugrube: ca. 270 Meter
- Einsatz eines Hydroschilds für beide Röhren
- Durchmesser der TBM: ca. 8,60 Meter
- Tübbingausbau
Station Frankfurt am Main (Ost)
- Neubau einer unterirdischen S-Bahn-Station in ca. 20 Metern Tiefe
- Zwei Bahnsteige mit jeweils 210 Metern Länge und 10 Metern Breite
- Zwei moderne, barrierefreie Zugänge auf und nahe dem Danziger Platz
- Zusätzlicher Rettungszugang am östlichen Stationsende
- Sicherstellung des Verkehrsflusses am Danziger Platz während der Bauzeit
- Bau der Station in Deckelbauweise
Geologie
Auffüllungen, Mainterrassen, Hydrobienschichten, Inflatenschichten, Cerithienschichten
Allgemeine Daten
Projekt
Nordmainische S-Bahn (VP1)
Auftraggeber
DB InfragGO AG
Implenia Civil Engineering GmbH (als Hauptunternehmer)
Auftragnehmer
Arbeitsgemeinschaft bestehend aus der Implenia Civil Engineering GmbH und Wayss & Freytag Ingenieurbau AG
Bauzeit
2025 bis 2032
© DB InfraGO AG
Ausbau des Nahverkehrs in der Rhein‑Main‑Region
Die Nordmainische S-Bahn verbindet künftig die östliche Frankfurter Innenstadt, Maintal und Hanau direkt mit dem S‑Bahn‑Netz Rhein‑Main und zählt damit zu den wichtigsten Schienenausbauprojekten der Region. Die Grundlagen dafür sind in Teilen bereits vorhanden, da der Ausbau des Netzes frühzeitig im Rahmen von Stadtentwicklung und Verkehrsplanung berücksichtigt wurde. Das Bauvorhaben ist in die drei Abschnitte Frankfurt, Maintal und Hanau gegliedert und schafft höhere Kapazitäten sowie eine klare Trennung von Nah‑ und Fernverkehr. Fahrgäste profitieren dadurch von mehr Zuverlässigkeit, höherer Pünktlichkeit und größerem Komfort. In den Hauptverkehrszeiten verbindet die Nordmainische S‑Bahn die Region im 15‑Minuten‑Takt. Ergänzt wird das Angebot durch modernisierte, barrierefreie Stationen entlang der Strecke Frankfurt–Hanau.
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