Technische Daten
Projektbeschreibung
Bau eines modernen, rund 1,8 Kilometer langen Einschwimm- und Absenktunnels als neue zentrale Verbindung zwischen der Insel Fehmarn und dem deutschen Festland. An den Absenktunnel schließen sich an beiden Seiten weitere Tunnelabschnitte an, die in offener Bauweise erstellt werden. Der Tunnel beinhaltet vier Tunnelröhren, jeweils 2 für Straße und Schiene, darin vier Fahrstreifen für den Straßenverkehr sowie zwei Gleise für die Bahn. Das gesamte Bauwerk wird insgesamt etwa 2,2 Kilometer lang sein.
Partnerschaftsmodell Schiene: Das Vorhaben wird in sieben Vergabepaketen und in Zusammenarbeit mit zahlreichen weiteren Bauunternehmen im Allianzmodell realisiert.
Bauweise
Wir übernehmen das Vergabepaket 3, den Absenktunnel:
- Auf dem Festland westlich des Damms zur Fehmarnsundbrücke entsteht ein Trockendock zur Herstellung der 12 Tunnelelemente
- Parallel dazu wird auf der Insel der Portalbereich in offener Bauweise gebaut
- Im Trockendock können drei Elemente gleichzeitig produziert werden
- Nach Fertigstellung wird das Dock geflutet und die drei Elemente werden in den Sund geschleppt und zunächst auf dem Wasser zwischengelagert
- Während die nächsten drei Elemente im Trockendock entstehen, werden die fertigen Elemente nacheinander abgesenkt und am inselseitigen Tunnelportal angeschlossen
- Nach Verbindung aller 12 Tunnelabschnitte wird das Trockendock zum Tunnelportal auf dem Festland umgebaut
- Während der gesamten Bauzeit bleibt der Straßenverkehr über die Fehmarnsundbrücke bestehen
Geologie
Der anstehende Boden besteht größtenteils aus Tarraston, einem aufgrund seines ausgeprägten Quellverhaltens besonders anspruchsvollen Baugrund. Die Herstellung des Trockendocks erfordert daher höchste fachliche Kompetenz und Erfahrung aller Beteiligten.
Allgemeine Daten
Projekt
Fehmarnsundquerung (FSQ) – VP3 Absenktunnel
Auftraggeber
DB InfraGO und die DEGES (Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH)
Auftragnehmer
Partnerschaftsmodell Schiene in einer Allianz mit 15 weiteren Unternehmen
Schienenanbindung der Festen Fehmarnbeltquerung
Die bestehende Straßen- und Eisenbahnbrücke über den Fehmarnsund – seit 1963 in Betrieb und knapp einen Kilometer lang – bildet heute die zentrale Verbindung zwischen der Insel Fehmarn und dem deutschen Festland. Untersuchungen haben jedoch gezeigt, dass das Bauwerk den künftig steigenden Verkehrsbelastungen langfristig nicht mehr gewachsen sein wird.
Daher ergab eine umfangreiche Variantenuntersuchung, dass die Brücke durch einen modernen, rund 1,7 Kilometer langen Einschwimm- und Absenktunnel ersetzt wird. Dieser neue Tunnel wird vier Fahrstreifen für den Straßenverkehr sowie zwei Gleise für die Bahn aufnehmen und damit die Leistungsfähigkeit der Verbindung deutlich erhöhen.
Die Fehmarnsundquerung ist Teil des europäischen Großprojektes „Schienenanbindung der Festen Fehmarnbeltquerung“ und ermöglicht zukünftig eine schnelle und umweltfreundliche Verbindung zwischen Hamburg und Kopenhagen in nur 2,5 Stunden.
Das Projekt wird als IPA‑Projekt im Partnerschaftsmodell Schiene mit einem Mehrparteienvertrag umgesetzt, der die vollständige Integration aller wesentlichen Projektpartner über Planung und Bauausführung sicherstellt.
Die Steuerung erfolgt über gemeinsam festgelegte Zielkosten und ein durchgängiges Anreizsystem, das Chancen und Risiken über den gesamten Projektverlauf hinweg zwischen den Partnern verteilt.
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