Wayss & Freytag bekommt eine neue Plattform: Als Konzerngesellschaft der im Jahr 2002 gegründeten Royal BAM Group realisiert das Unternehmen herausragende Ingenieur- und Tunnelbauprojekte in Europa. Kundenorientierung, Nachhaltigkeit und Kosteneffizienz werden wichtiger. Wayss & Freytag Ingenieurbau nimmt die Herausforderung an. Engagierte und kompetente Teams bauen für die Welt von morgen.
Der Rennsteigtunnel

Bei Fertigstellung der längste Straßentunnel Deutschlands
Der Rennsteigtunnel, mit zwei je etwa 7.900 m langen Röhren der längste Straßentunnel Deutschlands, wurde zwischen 1998 und 2003 von der Wayss & Freytag Ingenieurbau AG in Arbeitsgemeinschaft hergestellt. Er bildet das Herzstück der neuen Bundesautobahn 71, die Erfurt mit Schweinfurt verbindet, und befindet sich im Bereich der Kammquerung des Thüringer Waldes zwischen Geraberg und Suhl.
Die beiden bergmännisch aufgefahrenen Tunnel wurden aus Sicherheitsgründen alle 300 m miteinander verbunden, wobei sich jeder zweite Fluchttunnel innerhalb eines Pannenquerschnittes befindet und befahrbar ist. Die Tunnelauskleidung besteht aus einer mit Gitterbögen und Betonstahl verstärkten Spritzbeton-Außenschale, einer Abdichtung aus 2 mm dicken Kunststoffbahnen sowie einer 30 bis 40 cm dicken Stahlbeton-Innenschale. Im Bereich einer tektonischen Störung im Kehltal erfolgte der bergmännische Vortrieb auf 160 m Länge im Schutze eines Rohrschirmes.
Weitere Daten:
→ 7.916 m Länge der Weströhre
→ 7.878 m Länge der Oströhre
→ 1,35 Mio. m³ Ausbruch
→ 80 m² Regelquerschnitt
→ 120 m² Tunnelquerschnitt im Pannenbereich
→ 135.000 m³ Spritzbeton
→ 290.000 m³ Beton der Innenschale
→ 8.000 t Betonstahl
Royal BAM Group nv

Übernahme durch die Royal BAM Group nv
Am 14. November 2002 übernahm die niederländischen „Royal BAM Group nv“ (Koninklijke BAM Groep nv) vom spanischen Baukonzern „Grupo Dragados S.A.“ deren Anteile an der HBG und somit auch die Wayss & Freytag AG. Durch diesen Zukauf expandierte die „Royal BAM“ zum sechstgrößten Baukonzern Europas.
Dieser heute weltweit operierende Konzern ist aus einer 1869 in Groot-Ammers in den Niederlanden vom Tischler Adam van der Waal gegründeten Werkstatt hervorgegangen. 1927 wurde der Name des bis dahin immer noch in Familienbesitz befindlichen Unternehmens in
„N.V. Bataafsche Aanneming Mij van Bouw- en Betonwerken v/h Firma J. van der Waal en Zoon (BAM)”
umbenannt. Das Unternehmen ist seit 1959 an der Amsterdamer Börse notiert und durch Zukäufe und Übernahmen zum Branchenführer in den Niederlanden geworden. Der europäische Markt wird durch große Tochtergesellschaften in Großbritannien, Irland, Deutschland und Belgien bedient, in den Vereinigten Staaten ist die BAM durch die Firma „Flatiron“ vertreten und weltweit operiert die „Interbeton“.