Die „Arena Auf Schalke“

„Wo liegt Gelsenkirchen?“, fragte der schwedische König. „Bei Schalke“, antwortete Kuzorra
Die Arena Auf Schalke (heute: Veltins-Arena) ist die erste Multifunktionsarena neuer Generation, die in Deutschland gebaut wurde. Baubeginn war der 21. November 1998, die Bauzeit betrug genau 1000 Tage. Die Eröffnung fand im Rahmen einer zweitägigen Gala – Doppelveranstaltung am 13. und 14. August 2001 statt.
Die von der Wayss & Freytag Ingenieurbau AG in Zusammenarbeit mit der Schwesterfirma HBM Sportstättenbau Deutschland errichtete Arena basiert auf den Entwurfskriterien Multifunktionalität, Sicherheit und Komfort. Drei in Deutschland zum Teil bis heute einmalige und innovative Neuerungen kamen zur Ausführung:
- Ein Spielfeld, dessen 11400 Tonnen schwerer Trog verfahrbar ist, sodass Belüftung und Sonneneinstrahlung außerhalb der Arena ein optimales Rasenwachstum gewährleisten.
- Eine Dachkonstruktion, die bei schlechten Witterungsbedingungen verschließbar ist.
- Ein Unterrang in der Südtribüne, der 16 m nach außen verschiebbar ist, um den Innenraum bei Indoor – Veranstaltungen deutlich zu vergrößern.
Die Sportstätte befindet sich auf dem Berger Feld in Gelsenkirchen, einem Bergsenkungsgebiet über zwei im Mai 2000 stillgelegten Flözen. Die zu erwartenden Verformungen von 5 mm/m und die Schiefstellungen bis zu 0,85% können von der Konstruktion kompatibel aufgenommen werden. Eine Besonderheit: Eine etwa 70 m² große Kapelle, die täglich bis zu sieben Mal genutzt wird.
Weitere Daten:
→ 62.400 Zuschauer
→ 72 vermietbare Logen
Das Bundeskanzleramt in Berlin

Bio-Kraftwerk und Kartoffelstützen
Als Mittelpunkt des 1993 von den Architekten Axel Schultes und Charlotte Frank entwickelten Gesamtkonzeptes für den Spreebogen in Berlin entstand zwischen 1995 und 2001 durch Wayss & Freytag in Arbeitsgemeinschaft das Bundeskanzleramt. Die extravagante Architektur erforderte qualitativ äußerst hochwertige Sichtbetonstrukturen und außergewöhnliche Schalungen für die muschelartigen Decken und die im Querschnitt kartoffelähnlich geschwungenen Stahlbetonstützen. Die bis zu 18 m hohen Innenwände bedurften zur Stabilität einer aufwendigen Vorspannung mit Koppelfugen in jeder Geschoßdecke.
Die Energiegewinnung erfolgt über einen Fotovoltaik – Anlage. Das hauseigene Blockheizkraftwerk wird mit Pflanzenöl betrieben und zur optimalen Wärmenutzung dienen die den Bürotrakten vorgelagerten Wintergärten, die wie thermische Pufferzonen wirken.
Die aus Bundeskanzleramt, zwei angrenzenden Verwaltungstrakten sowie Kanzlergarten und Kanzlerpark bestehende Gesamtanlage verbindet den Ost- und Westteil Berlins an der ehemaligen Demarkationslinie.
Weitere Daten:
→ 73.000 m² Grundstück einschließlich Park
→ 12.000 m² bebaute Fläche
→ 58.000 m³ Beton
→ 11.000 t Betonstahl
Die Xiaolangdi-Talsperre in China

Die Zähmung des „Gelben Flusses“
Zwischen Juli 1994 und Juni 2001 wurde die Xiaolangdi - Mehrzweck - Stauanlage etwa 40 km nördlich von Luyoang in der chinesischen Provinz Henan gebaut. Diese Talsperre hat die folgenden Aufgaben zu erfüllen:
- Hochwasserschutz der stark besiedelten Gebiete am Unterlauf des Huang He (Gelber Fluss)
- Wasserversorgung bei Niedrigwasser am Unterlauf
- Stromerzeugung aus Wasserkraft (1.800 MW)
- Bewässerung der landwirtschaftlichen Gebiete
- Kontrolle und Reduzierungen von Schlammablagerungen
Zum Los 2, das Wayss & Freytag in Arbeitsgemeinschaft ausgeführt hat, gehören:
- Das Ein- und Auslaufbauwerk (281 m lang, 46 m breit und 108 m hoch)
- Ein Tosbecken
- Ein Beruhigungsbecken
- Der Hochwasserüberlauf
- 10 Tunnel
Weitere Daten:
→ 18.260.000 m³ Boden- und Felsaushub
→ 1.200.000 m³ Tunnelaushub
→ 1.850.000 m³ Beton der Bauwerke
→ 580.000 m³ Beton der Tunnel
→ 91.000 t Betonstahl