Technische Daten

Vortrieb eines Leitungstunnels (Mitteldüker genannt) unterhalb der vorhandenen, in Betrieb befindlichen Doppelschleusen am Westende des Nord-Ostsee-Kanals

  • Länge: ca. 450 m
  • Lichter Innendurchmesser: 2,20 m
  • Tunnelsohle ca. 35 m unter Gelände

Bauweise

  • Rohrvortrieb mit AVN 2000
  • Schächte im Schlitzwandverfahren erstellt

Geologie

  • Kiesiger Sand mit Steinen

Allgemeine Daten

Projekt
Neubau Mitteldüker Schleuse Brunsbüttel Leitungstunnel

Auftraggeber
Wasser- und Schifffahrtsamt Brunsbüttel

Auftragnehmer
Wayss & Freytag Ingenieurbau AG

Bauzeit
März 2009 bis September 2011

Bausumme Brutto
22 Mio. €

Nutzung
Logistik
Art
Leitungstunnel
Länge
450 m
Bauart
Rohrvortrieb

Ersatzbau Mitteldüker im Bereich der Großen Schleuse Brunsbüttel, bei Hamburg, Deutschland

Der Nord-Ostsee-Kanal ist die meistbefahrene künstliche Wasserstraße der Welt. Bis zu 45.000 Schiffe passieren jedes Jahr den Kanal. Die meisten davon fahren durch die beiden Schleusenkammern der Doppelschleusen am westlichen Ende des Nord-Ostsee-Kanals, die in den Jahren 1895 und 1914 in Betrieb genommen wurden.


Aufgrund eines beträchtlichen Anstiegs des Verkehrsaufkommens und des Sanierungsbedarfs der Schleusenkammern wurde der Bau einer weiteren - der fünften - Schleusenkammer notwendig. Als Vorabmaßnahme für den Bau dieser Schleusenkammer wurde ein neuer Leitungstunnel für Kabel und Rohrleitungen unter den Schleusen hergestellt, ohne dass der Schleusenbetrieb dafür unterbrochen werden musste.


Der Leitungsdüker mit einem Innendurchmesser von 2,20 m und einer Länge von ungefähr 450 m wurde im Rohrvortriebsverfahren aufgefahren. Für den Tunnelvortrieb kam eine Sonderanfertigung einer AVN 2000D zum Einsatz. Die Tunnelsohle liegt ungefähr 35 m unterhalb der Geländeoberkante. Das Bauvorhaben beinhaltete außerdem den Bau von 5 Schächten mit einer durchschnittlichen Tiefe von 35 m einschließlich Start- und Zielschacht für die AVN-Maschine. Die Schächte wurden größtenteils im Schlitzwandverfahren hergestellt.

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